Physik mal ganz groß
Foucaulds Pendel in St. Maria Magdalena zu Goch
Eigentlich weiß es jedes Kind: Die Erde dreht sich um die Sonne und noch dazu um ihre eigene Achse. Doch wenn wir ehrlich sind: Sehen wir nicht auf der Erde, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen wieder unter? Und Mond und Sterne tun doch dasselbe. Dreht sich nicht das Weltall um uns? Und wenn wir uns so schnell um die Sonne drehen (ca. 107.000 km/h) und dazu noch um unsere eigene Achse (ca. 1035 km/h), warum merken wir nichts davon?
Den Beweis, dass sich die Erde tatsächlich um die eigene Achse dreht, hat erst 1851 der französische Physiker Léon Foucauld erbracht und der Physikkurs der Jahrgangsstufe 12 hat es ihm nachgemacht. Beide haben dazu ein sehr langes Pendel mit einer sehr schweren Pendelkugel aufgehängt und dem Pendel beim Pendeln zugeschaut. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule haben dieses Pendel in der Kirche St. Maria Magdalena in Goch aufgehängt. Es ist ein Pendel mit einer Länge von 19,5 m und einer Masse von 30 kg. Und auch sie haben der Pendelkugel beim Pendeln zugeschaut. Und siehe, ganz langsam drehte das Pendel anscheinend seine Schwingungsrichtung. In einer Stunde war es gerade einmal eine Handbreit.
Wer sollte diese Drehung verursacht haben, wo doch außer der senkrechten Schwerkraft keine Kraft auf die Kugel wirkt? Foucauld war das schnell klar: Nicht das Pendel dreht seine Schwingungsrichtung, sondern die Erde dreht sich unter der Kugel weg. Und mit der Erde drehen wir uns.
Natürlich kann man diesen Versuchmit ein bisschen Technik auch im Klassenraum nachmachen. Aber das Erlebnis der majestätisch schwingenden Kugel in der großen Kirchenhalle kann das für die Schüler und Schülerinnen der Physikkurses der Q1 nicht ersetzen.
In den Medien wird aktuell viel über die Qualität von Schulessen berichtet: Zu viel Fleisch- und Wurstwaren, zu wenig Vitamine und Mineralstoffe – so lassen sich die Defizite bei der Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zusammenfassen. Wie es um die Ernährung des Nachwuchses in Deutschland steht, verdeutlichen Studien des Robert-Koch-Instituts, die zwischen 2006 und 2017 durchgeführt wurden. Laut den Untersuchungen essen die meisten Kinder zu wenig Obst und Gemüse. Der Verzehr von Fleisch und Wurstwaren ist weiter zu hoch.
Montag:
Freude, Frustration, Angst, Erfolg – in nur wenigen Sportarten treffen diese Emotionen so intensiv aufeinander wie z.B. beim Skifahren. Etwas wagen und das eigene Handeln dabei richtig einschätzen und verantworten sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im und durch den Sport erwerben sollen. Nach einer Woche Skifahrt mit Schülerinnen und Schülern unserer Oberstufe lässt sich sowohl von Ängsten und Frustrationen vielmehr aber noch von Freuden und Erfolgen berichten. Schon die Hinfahrt auf schmalen Bergstraßen bei Schneefall war spektakulär und für einige unserer „Flachlandtiroler“ ein ganz neues, aufregendes Erlebnis. Unser Ziel war wie gewohnt das kleine Skigebiet Hochkeil in Mühlbach. Mittendrin in diesem Bio-Natur-Skigebiet, in dem keine Schneekanonen zum Einsatz kommen und nur dann Ski gefahren werden kann, wenn die Natur genügend Schnee liefert, liegt das Mitterberghaus. Die ersten Skierfahrungen für die Anfängerinnen und Anfängern unserer 60köpfigen Gruppe waren schnell gemacht. Die Bretter unter den Füßen, stapfen, rutschen, erste leichte Bögen, sicheres Bremsen – notfalls mit der Textilbremse – all das konnte direkt vor der Haustüre unserer Unterkunft in Hochkeil am Hochkönig gelernt werden. Schon am zweiten Tag ging es auf die Piste und schnell waren alle Emotionen da: Freude und Frustration beim Spiel mit dem Gleichgewicht, Mut und Angst im Kampf mit der Falllinie, überwältigende Eindrücke in der alpinen Umgebung, geschmückt von einem herrlichen Bergmassiv. Und all dies ließ sich am Abend beim gemeinsamen Essen erneut ablesen: Rote Wangen, strahlende Gesichter, erschöpfte Körper, begeisterte Erzählungen vom Tag.
Doch damit nicht genug, in unserem Selbstversorgehaus mussten alle kräftig mit anpacken. Morgens früh raus, um das Frühstück zu bereiten, abends gemeinsam kochen – kulinarische Leckerbissen gab es dank des Kochteams mit Daniel und Uli unterstützt von Hannah und Jari – und nach jeder Mahlzeit Tische abräumen, spülen und alles wieder sauber hinterlassen – Kernkompetenzen für das Leben 🙂 Wer abends noch Energie hatte, blieb zum gemeinsamen Spiel oder einem netten Gespräch im Aufenthaltsraum.