Studienfahrt nach London – EF und Q1 entdecken britische Kultur und Geschichte
Die Reise begann am frühen Sonntagmorgen in Goch. Nach der Fahrt durch Belgien und Frankreich und einer angenehmen Fährüberfahrt von Calais nach Dover erreichte die Gruppe am Abend London. Die Einreise verlief auch mit neuen ETA-Regelungen (Electronic Travel Authorisation) problemlos. Nach dem Einchecken im zentral gelegenen Generator-Hotel in der Nähe des Russell Square nutzten viele Schülerinnen und Schüler den Abend, um die Umgebung zu erkunden und erste Eindrücke von der Metropole zu sammeln.
Am Montag standen einige der bedeutendsten Museen Londons auf dem Programm: Das British Museum, das Victoria and Albert Museum sowie das Science Museum boten spannende Einblicke in Kultur, Geschichte und Wissenschaft. Trotz der großen Hitze – die sogar zur vorübergehenden Sperrung einiger Bereiche im British Museum führte – ließen sich die Jugendlichen die Lust am Entdecken nicht nehmen. In ihrer Freizeit besuchten viele weitere Sehenswürdigkeiten wie die St. Paul’s Cathedral oder das Emirates Stadium des FC Arsenal. Ein besonderes Highlight am Abend war die Jack the Ripper-Tour durch das Londoner East End, bei der die Gruppe auf historischen Spuren eines der berühmtesten ungelösten Kriminalfälle wanderte.
Der Dienstag führte die Schülerinnen und Schüler nach Cambridge. Nach einer kurzen Stadtführung erkundeten viele die traditionsreiche Universitätsstadt individuell. Besonders beliebt waren das „Punting“ – eine Fahrt mit dem Stocherkahn auf der Cam – und ein Besuch des Apfelbaums, unter dem Isaac Newton der Legende nach zur Schwerkraft-Theorie inspiriert wurde.
Am Mittwoch ging es literarisch weiter: Eine Führung durch das berühmte Globe Theatre brachte den Jugendlichen die Welt Shakespeares näher. Die Gruppe durfte sogar bei einer Probe von The Merry Wives of Windsor zusehen – eine sehr interessante Erfahrung. Am Nachmittag teilten sich die Teilnehmenden auf drei Ziele auf: das Museum für Moderne Kunst, Tate Modern, das Imperial War Museum und das Royal Observatory in Greenwich, letzteres inklusive einer Bootsfahrt auf der Themse.
Am Donnerstag trat die Gruppe die Rückreise über Dünkirchen an und kehrte trotz kleineren Verkehrsbehinderungen rund um Antwerpen wohlbehalten nach Goch zurück.
Insgesamt war die Fahrt eine lehrreiche, eindrucksvolle und gleichzeitig unterhaltsame Erfahrung. Trotz der ungewöhnlich hohen Temperaturen konnte die Gruppe viele spannende Eindrücke sammeln und das britische Leben hautnah erleben – eine Reise, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Um 7:30 Uhr am Sonntagmorgen brach unsere Reisegruppe von Goch aus nach London auf. Unsere Fahrt verlief im besten Sinne ohne große Vorkommnisse und wir konnten auch noch eine frühere Fähre erreichen. Auch die Abfertigung an der Grenze ging trotz Großbritanniens Austritt aus der EU schnell. Neu war nur, dass die britischen Grenzbeamten Fragen zum Aufenthalt stellten – da musste man doch glatt Englisch sprechen, wenn man nach England fährt!
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Erkundung: Morgens machten wir in unserem eigenen Reisebus mit einer zugestiegenen Stadtführerin eine Tour durch die Stadt. Der Verkehr in London ist zwar immer recht anstrengend, doch diesmal kam noch hinzu, dass am Folgetag der Staatsbesuch des japanischen Kaiserpaares anstand.
Die klügsten Köpfe Großbritanniens streiten sich, welche ihrer Universitäten die beste sei, Cambridge oder Oxford. Letztere Stadt besuchten wir am dritten Tag unserer Reise. Wir ließen uns von der mittelalterlichen Architektur inspirieren, konnten sehen, wie der aktuelle Gaza-Krieg auch vor der weltberühmten Bodleian Library nicht halt macht und hatten viel Zeit zur Erkundung. Ein Highlight: das Ashmolean Museum für Archäologie und Alte Geschichte. Am späten Nachmittag trafen wir wieder in London ein, also wurde sich schnell frischgemacht und wieder ging es hinein in das bunte Treiben der Themse-Metropole.
Unseren letzten vollen Tag nutzten wir, um uns kulturell weiterzubilden: Am Morgen standen das Science Museum, das Natural History Museum, das Victoria & Albert oder das Imperial War Museum zum Besuch zur Auswahl. Für den Abend hatten wir Karten für das Globe Theatre, dem historisch rekonstruierten Shakespeare-Theater am Südufer der Themse. Als Groundlings (in der Mitte und unter freiem Himmel stehend) sahen wir eine sehr moderne Aufführung von „The Taming of the Shrew“ (Der Widerspenstigen Zähmung). Das war sowohl sprachlich als auch aufgrund der Dramaturgie für viele eine Herausforderung. Aber an denen soll man ja wachsen!