ZUKUNFT

Die Gesamtschule Mittelkreis will die Zukunft aktiv mitgestalten und Potenziale entfalten. Sie sieht im gesellschaftlichen Wandel eine positive Herausforderung.

Vorbereitung auf die Zukunft

Wir sorgen für eine gute Allgemeinbildung. Wir bieten ein Lernangebot, das aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufgreift.

Öffnung von Schule und Innovationsorientierung

Wir verstehen Bildung als Gemeinschaftsaufgabe und gestalten das Lernen vielfältig und modern.

Diagnostik, Beratung und Förderung

Wir tragen den unter­schied­lichen Lern­voraus­setzungen aller Schülerinnen und Schüler Rechnung.
Unterrichtspraxis

Die Qualität unserer Arbeit bemessen wir an den Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler. Jede Schülerin und jeder Schüler soll im fachlichen wie auch im sozialen Bereich in seinen Stärken gefordert und entsprechend seiner Leistungsfähigkeit gefördert werden.
Individuelles Lernen, gestützt auf Bewährtes und Erprobtes, soll auch Freiräume für Innovatives und Kreatives lassen.

Unterschiedliche Differenzierungsmaßnahmen, unterstützt durch stetige Beratung, sollen Schülerinnen und Schüler erfolgreich zu
demjenigen Abschluss führen, der ihrem Leistungsvermögen entspricht. Durch Wahl geeigneter Unterrichtsformen und Auswahlmöglichkeiten bei der Erarbeitung von Unterrichtsinhalten wollen wir die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Arbeiten anregen. Vielfältige Unterrichtsmethoden und wechselnde Sozialformen tragen zu Kreativität und Produktivität im Lernprozess bei.

Eltern werden am ersten Klassenpflegschaftsabend des Schuljahres über die unterrichtlichen Ziele der Jahrgangsstufe informiert. Die relevanten Kernlehrpläne aller Fächer liegen an diesem Abend zur Einsicht bereit.

Gemeinsames Lernen

Für uns gelten die Ziele der inklusiven Schule, wie sie in der UN-Behindertenkonvention von 2006 formuliert sind. Das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist seit dem Schuljahr 2014/15 ein Schwerpunkt des Profils der Gesamtschule Mittelkreis. Damit ist die Schule auch ein sonderpädagogischer Förderort.

In jeweils zwei Klassen eines Jahrgangs der Sekundarstufe I werden Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet und gefördert. Diese Klassen weisen eine durchschnittliche Klassenstärke von 25 statt 30 Schülerinnen und Schülern auf. Jeweils fünf Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf lernen gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und -schülern und werden dabei zusätzlich sonderpädagogisch gefördert.

Der Unterricht des gemeinsamen Lernens der Gesamtschule Mittelkreis arbeitet nach Möglichkeit in einer der beiden Klassen orientiert an zielgleicher Förderung, in der anderen orientiert an zieldifferenter Förderung. Klassen- sowie Fachlehrerinnen und -lehrer unterstützen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern für Sonderpädagogik. Alle Lehrerinnen und Lehrer stehen dabei in stetigem Austausch miteinander.

Der Unterricht, basierend auf dem Anspruch der individuellen Förderung und Erziehung, orientiert sich an den Richtlinien der Gesamtschule und den Maßgaben der verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte, wie sie etwa durch die Unterstützungsbedarfe Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung u.a. gegeben sind.

Durch die Unterscheidung von zielgleicher und zieldifferenter Beschulung der Schülerinnen und Schüler mit und ohne Unterstützungsbedarf ergibt sich je nach individueller Lernkompetenz die Notwendigkeit der unterrichtlichen Förderung auf unterschiedlichem Lernniveau. Die notwendigen Differenzierungen beinhalten etwa Anpassungen des Lernumfangs, der Lernziele, des zeitlichen Umfangs sowie der personellen Hilfen und des Medieneinsatzes. Für den Unterricht der Klassen des Gemeinsamen Lernens stehen Differenzierungsräume zur Verfügung, die die Möglichkeit der äußeren Differenzierung und des Unterrichts in Kleingruppen ermöglichen.

Die zielgleiche sowie die zieldifferente Beschulung der einzelnen Schülerinnen und Schüler führt zu einer unterschiedlichen Leistungsbewertung. Eine zielgleiche Leistungsbewertung erfolgt anhand von Noten, eine zieldifferente Beurteilung erfolgt in Form eines Zeugnisberichtes einschließlich eines Kompetenzrasterzeugnisses, das die Lernentwicklung und den Leistungsstand beschreibt. Am Ende der 10. Klasse steht für alle Schülerinnen und Schüler ein Schulabschluss entsprechend ihres Bildungsgangs.

Innerhalb der Fachkonferenz „Gemeinsames Lernen“ wird an der Fortentwicklung des schulinternen Konzeptes Bereich Inklusion und an der Optimierung der Unterrichtsprozesse gearbeitet.

 

Selbstlernzentrum

Unser Selbstlernzentrum (SLZ), das während der gesamten Unterrichtszeit geöffnet ist, bietet den Schülerinnen und Schülern breit gefächerte Informationsmöglichkeiten: Sachbücher und Lexika bis hin zu Reiseführern und speziellen Büchern für die Vorbereitung des Abiturs oder der ZP 10. Zusätzlich stehen neun fest installierte Computerarbeitsplätze mit Internetanschluss zur Verfügung, die z. B. zu Recherchezwecken für Referate oder die Facharbeit genutzt werden können. Die Resultate können kostenlos ausgedruckt werden.

Darüber hinaus wird Raum II des SLZ auch von Lehrkräften stundenweise für besondere Unterrichtszwecke gebucht. Die Anordnung der Arbeitstische und der Computerarbeitsplätze ermöglicht ein optimales Gruppenarbeiten in Klassenstärke.

Das Selbstlernzentrum wird stets von einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter betreut, die/der den Kindern und Jugendlichen immer mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn einmal etwas nicht auf Anhieb gefunden werden kann.

Lernen lernen

Alle Schülerinnen und Schüler erlernen systematisch Lern- und Arbeitstechniken, beginnend mit dem Projekt „Lernen lernen“ im 5. Schuljahr. Außerdem werden mittels Lions-Quest die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert.

Auch in den folgenden Schuljahren bis zum Abitur folgt ein kontinuierliches Training von Arbeits- und Lerntechniken in allen Fächern.

Beispiele sind an einzelne Fächer gebundene Projekte zum Erwerb fachspezifischer Lern- und Arbeitstechniken, individuell zusammengestellte Fördermappen als Ergebnis der Online-Diagnose in Mathematik und Deutsch, das Arbeiten mit stufengerecht zusammengestelltem Freiarbeitsmaterial, das Einüben von Lesetechniken, die gezielte Vorbereitung auf die Zentralen Abschlussprüfungen der 10. Klasse (ZP), der Workshop zu Methoden wissenschaftlichen Arbeitens im Rahmen der Erstellung einer Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12 oder die gezielte methodische Vorbereitung auf die mündlichen und schriftlichen Prüfungen des Abiturs.

Neue Medien

Unsere Schule möchte sich im Sinne einer breiten Allgemeinbildung und Zukunftsorientierung den Anforderungen der Informationsgesellschaft stellen und unsere Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise zu einem kompetenten Umgang mit den neuen Technologien befähigen.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 erhalten alle Schülerinnen und Schüler des 5. Schuljahres im Rahmen des Förderunterrichts eine sechswöchige Einführung in die Arbeit mit unserem Schulnetz und in die Handhabung von spezifischer Software. In der 6. Klasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Förderunterrichts ein computergestütztes Training von Präsentationstechniken, das sechs Wochen dauert. In den Jahrgängen 6 bis 10 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler zu IT-Helfern ausbilden lassen. Diese unterstützen mit ihrem erworbenen Wissen die selbstständige Arbeit in den IT-Räumen und im SLZ (Selbstlernzentrum) und helfen in den Mittagspausen oder bei besonderen Aktionen, wie z. B. dem Tag der Offenen Tür oder bei Fortbildungstagen.

Schon in den Klassen 5 und 6 können die Schülerinnen und Schüler an der Computer-AG teilnehmen. Wahlpflichtkurse im Bereich Informatik, Computer und Büro sowie Arbeitslehre-Neue Technologien ergänzen in den Klassen 8 bis 10 dieses Angebot.

Neben diesem kurs- oder fächergebundenen Einsatz der Neuen Technologien können die Schülerinnen und Schüler in Offenen Angeboten die Computerräume in den Mittagspausen unter Aufsicht nutzen. Speziell ausgebildete IT-Helfer ermöglichen durch ihre Unterstützung die Nutzung eines Computerraumes in den Mittagspausen.

Unser „mobiles Klassenzimmer“ mit 15 ibooks kann in jedem Klassenraum unserer Schule flexibel eingesetzt werden. Darüber hinaus besitzt die Schule zwei ipad-Rollkoffer, die in den Klassenraum gebracht werden können. In weiten Teilbereichen ist die Schule mit einer wlan-Struktur ausgebaut. Zum Ende des Jahres 2016 wird eine flächendeckende Versorgung zum digitalen Arbeiten fertiggestellt sein.

Inzwischen unterstützen sehr viele fest installierte Beamer in Fach- und Klassenräumen die multimediale Arbeit. Im Selbstlernzentrum können darüber hinaus jederzeit mobile Einheiten geliehen werden.

Schülerinnen und Schüler haben während der Unterrichtszeit die Möglichkeit, im SLZ selbstständig Computer zu benutzen. Die Vergabe von Benutzerkonten für alle Schülerinnen und Schüler unterstützt dabei die individuelle und sichere Nutzung des Schulnetzes.

Nachhaltigkeit
Alle Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen fachbezogener Unterrichtsinhalte im pfleglichen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen geschult. Das Thema Nachhaltigkeit findet sich nicht nur in der Schulordnung wieder, in der z. B. auf die sachgerechte Entsorgung und Trennung des Mülls Wert gelegt wird. In den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Politik, Wirtschaft und Religion werden Themen wie z. B. erneuerbare Energien, Verantwortung für die Schöpfung, Artenschutz, Emissionen ausführlich thematisiert. Auch das Fach Arbeitslehre-Hauswirtschaft beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit Aspekten zur Nachhaltigkeit.
Im Leistungskurs Biologie wird ein sogenanntes Gewässerpraktikum absolviert, in dem die Gewässerqualität der umliegenden Gewässer untersucht wird.
Aktuelle Beispiele sind die Wettbewerbsbeiträge zur Debatte der Windkraftanlagen im Reichswald und zum Problem der Lebensmittelverschwendung.
Freiarbeit

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 findet wöchentlich eine Stunde „Freiarbeit“ im Klassenverband statt. Die FA-Stunde soll einen Beitrag leisten bei der Erziehung der Schülerinnen und Schüler zur Leistungsbereitschaft, zur Selbsttätigkeit und Selbständigkeit, zur Anwendung und Umsetzung von Lern- und Arbeitstechniken, wie z. B. Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Problemlösefähigkeit.

In der FA-Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler einen Freiraum in vorgegebenem Rahmen zum selbsttätigen Lernen in frei gewählter Sozialform erhalten und nutzen. Die Entscheidungsfreiheit über Inhalt, Niveau, Methode, Zeit, Partner und Mittel fordert sie zu eigenverantwortlichem Lernen auf. Die FA-Stunde findet im Klassenraum, nach Absprache im Selbstlernzentrum oder in einem Computerraum statt. Geeignete Freiarbeitsmaterialien stehen den Lerngruppen zur Verfügung.

Leseförderung

Nicht alle Schülerinnen und Schüler kommen mit den gleichen Fähigkeiten in Bezug auf das Lesen an unserer Schule an. Deshalb besuchen besonders schwache Leserinnen und Leser der Jahrgänge 5 bis 7 eine Lese-AG. Außerdem bieten wir mindestens zehn Mal pro Schuljahr ein Tandem-Lesen zur Förderung der Leseflüssigkeit an.

Da Lesen eine Kernkompetenz ist, die jedes Fach betrifft, fühlen sich alle Fächer dazu verpflichtet, Leseförderung zu betreiben. Jede Schülerin, jeder Schüler erhält dazu in Jahrgang 5 die Schülerkarte „Wie erschließe ich mir Texte?“.  Alle Fächer haben festgelegt, in welcher Unterrichtseinheit die Methode eingeübt werden soll.

Tage der Lebensorientierung

Die „Tage der Lebensorientierung“ sind ein Angebot für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10. Während einer 3-tägigen „Auszeit“ in der Jugendburg Gemen oder anderen Tagungshäusern können die eigenen Wertmaßstäbe reflektiert und gefestigt werden. Neben Fragen nach einem sinnstiftenden Leben in der (Klassen)gemeinschaft für die nächsten Jahre beschäftigen sich die Jugendlichen mit ihren persönlichen Perspektiven wie Schulabschlüssen und suchen Antworten auf die Frage, wie es danach weiter gehen kann.

Studien- und Berufswahl

Ziel der Berufs- und Studienorientierung ist die systematische Unterstützung der Jugendlichen bei der Eingliederung in die Berufswelt. Es werden die Kompetenzen vermittelt, die für eine Berufs- und Lebensplanung erforderlich sind.

Im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ absolvieren alle Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs eine Potentialanalyse sowie drei Berufsfelderkundungen, die Standardelemente dieses Konzeptes sind.

Weitere Möglichkeiten der Orientierung bieten sich bei der freiwilligen Teilnahme am „Girls´ Day“ oder „Boys´ Day“ sowie der Durchführung eines Sozialpraktikums in Anbindung an den Religionsunterricht in der Jahrgangsstufe 8.

Wir arbeiten ab der 8. Klasse mit dem „Berufswahlpass NRW“, der Informations-, Planungs- und Dokumentationsinstrument zur Berufsorientierung ist. An der Arbeit damit sind die Klassenlehrerinnen und -lehrer, die Fachlehrerinnen und -lehrer der Fächer Deutsch und Arbeitslehre/Wirtschaft, die Berufsberater und die Eltern beteiligt.

In der Sekundarstufe II spezialisiert sich unser Studien- und Berufswahl-Konzept auf Laufbahnen, für die der Erwerb der Fachhochschulreife oder des Abiturs hilfreich oder notwendig ist. Dazu führen unsere Schüler und Schülerinnen zunächst ein zweiwöchiges Berufspraktikum durch und reflektieren ihre Erfahrungen im Hinblick auf eigene Interessen, mögliche Bildungswege sowie deren Anforderungen.

Im weiteren Verlauf der Sekundarstufe II bieten wir Schnupperstudien an und pflegen unter anderem den Kontakt zu den niederländischen Hochschulen und Universitäten in unserer Region. Eine Kooperation mit der Hochschule Fontys in Venlo ermöglicht den Schülerinnen und Schülern durch die Teilnahme an unterschiedlichen Workshops Einblicke in die verschiedenen Studiengänge der Fontys zu bekommen. Für diejenigen, die das Fach Niederländisch belegt haben, findet in der Q1 eine Exkursion zur Universität Nijmegen statt, wo die dortige Studienberatung sie über die Studienmöglichkeiten und -bedingungen vor Ort berät.

Begleitend finden während der gesamten Sekundarstufe II bei uns monatliche Beratungsangebote von der Agentur für Arbeit statt.

Kooperationen

Wir erweitern unser schulisches Angebot durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen externen Trägern.

Beispiele:

Die Schülerinnen und Schüler nehmen während der 5. Klasse in Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen externen Partnern an verschiedenen Verkehrserziehungsmaßnahmen teil.

Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9 finden praxisnahe Projekte zur Berufswahlorientierung in Kooperation mit Unternehmen und Betrieben statt. In diesem Zusammenhang ist den letzten Jahren ein ganzes Netzwerk entstanden, das es unseren Schülerinnen und Schülern ermöglicht in mehreren Betrieben erste Berufswelterfahrungen zu machen. Hinzu kommen die Schülerbetriebspraktika in den Jahrgängen 9 und 11, während der die Schule mit den Unternehmen in engem Kontakt steht. Ein Besuch der Schülerinnen und Schüler im BIZ (Berufsinformationszentrum) der Bundesagentur für Arbeit ist ebenfalls ein fester Bestandteil unserer Berufsvorbereitung.

Im Fach Deutsch arbeitet die Schule mit den Lokalzeitungen zusammen (ZEUS-Projekt, Texthelden).

An der Gesamtschule Mittelkreis findet eine Kooperation zwischen der Basketball-Abteilung des TV Goch und der Schule statt. Zielsetzung ist nicht nur die Förderung des Sports Basketball, sondern auch die Integration der Schule in das lokale Vereinswesen. Darüber hinaus formen sich aus der Basketball-AG die Schulmannschaften der jeweiligen Wettkampfklassen, die in den letzten Jahren sehr erfolgreich waren. So fördern Sportaktivitäten, aber auch andere Aktivitäten z. B. kultureller Art, die Identifikation mit der Schule.

Partnerschulen

Wir erweitern unser schulisches Angebot durch die Zusammenarbeit mit anderen Schulen.

Beispiele:

Im Fach Niederländisch findet ein reger Austausch mit Partnerschulen in den Niederlanden statt. Im 8. Jahrgang erfolgt ein zweitägiger Austausch mit der Partnerschule „Pax-Christi-College“ in Druten/Beenden-Leeuwen. Darüber hinaus, begleitet von einem Briefprojekt, besuchen die Schülerinnen und Schüler die Partnerschule „Elzendaalcollege“ in Boxmeer. Im 9. Jahrgang wird dieser Austausch mit der Partnerschule „Elzendaalcollege“ auf freiwilliger Basis wiederholt, drei Tage in Boxmeer und drei Tage in Goch.

In der Qualifikationsphase 1 findet ein sechstägiger Schüleraustausch mit der Oberstufe des Pax Christi College in Druten (NL) statt, davon drei Tage in Druten und drei Tage in Goch. Die Übernachtung wird in Gastfamilien organisiert. Der Fokus liegt auf der Erweiterung der Sprachkompetenzen in der Fremdsprache und dem interkulturellen Austausch.

Schulentwicklung
Schulentwicklung ist die zielgerichtete Weiterentwicklung des Systems Schule in den Bereichen Bildung, Personal und Organisation. Schulentwicklung verfolgt das Anliegen, Bedürfnisse und Ressourcen der jeweiligen Schule zu berücksichtigen und Innovationen zu fördern. Dabei wird eine Steigerung der Effektivität der schulischen Arbeit angestrebt. Die Partizipation aller an Schule Beteiligter ist hierbei ein wesentliches Moment.
Eine Steuergruppe lenkt den Entwicklungsprozess, an dem das gesamte Kollegium beteiligt ist, initiiert Teilprozesse und bereitet Entscheidungen vor.
Im Jahr 2013 hat das Kollegium gemeinsam ein Leitbild der Schule erarbeitet, das Auskunft über die pädagogische Grundhaltung und die erzieherischen und unterrichtsbezogenen Grundsätze gibt. Unter Einbeziehung aller an unserer Schule Beteiligten beschreibt es unser Qualitätsverständnis von Schule.
MINT

Die Gesamtschule Mittelkreis erhielt 2013 das Gütesiegel „MINT-freundliche Schule“. Diese zukunftsweisende Auszeichnung zeigt, dass wir in den letzten Jahren sehr engagiert im Bereich der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) waren und dass dort sowohl die Lehrerinnen und Lehrer als auch die Schülerinnen und Schüler Besonderes leisten.

Dies zeigt sich zum Beispiel in der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme an den Freestyle-Physics-Wettbewerben, aber vor allem in der kontinuierlichen naturwissenschaftlichen Ausbildung, die in Pflicht- und Wahlpflichtfächern von der Jahrgangsstufe 5 bis zum Physik-Leistungskurs in der Oberstufe Möglichkeiten bietet, Neigungen und Talente im MINT-Bereich zu erkennen und gezielt zu fördern. Hierfür steht in den Fachräumen entsprechendes Equipment zur Verfügung, um die Unterrichtsinhalte durch praktische Übungen und Experimente zu vertiefen.
Dabei erfolgt auch eine konsequente Öffnung nach außen, denn wir arbeiten im MINT-Bereich mit vielen externen Experten zusammen und sind zum Beispiel eng mit der Hochschule Rhein-Waal vernetzt. Auch Exkursionen zu Labors anderer Hochschulen oder in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem MINT-Bereich finden regelmäßig statt.

Eine fundierte Ausbildung in den MINT-Fächern vermittelt den Schülerinnen und Schülern im Rahmen fachbezogener Unterrichtsinhalte nicht nur Kenntnisse über den pfleglichen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen, sondern eröffnet ihnen in unserer technisierten und vernetzten Welt auch Chancen im Hinblick auf Berufswahl und Studium.

Freestyle Physics

Seit vielen Jahren ist der Freestyle-Physics-Wettbewerb fester Bestandteil unserer Schule. Bei dem Schüler-Wettbewerb der Universität Duisburg-Essen geht es darum, physikalische Aufgaben möglichst kreativ zu lösen. Die besten Lösungen werden im Anschluss an das Finale von einer Jury prämiert. Dabei kommt es vor allem auf Originalität, (physikalischen) Pfiff, Funktionsfähigkeit und Robustheit der Lösungen an.

Bisher konnten unsere Schülerinnen und Schüler in jedem Jahr erste und zweite Preise für sich verbuchen.

Wettbewerbe

Wettbewerbe bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, Erfolge zu erleben und das Selbstwertgefühl zu stärken. Alle Schülerinnen und Schülern haben im Laufe ihrer Schulzeit die Gelegenheit, sich im Rahmen von unterschiedlichen Fachwettbewerben mit anderen zu messen, Fairness zu üben und Teamgeist zu erfahren.

Beispiele sind der alljährlichen Vorlesewettbewerb der „Stiftung Lesen“ in Klasse 6, die Sportwettkämpfe wie „Jugend trainiert für Olympia“, die Schach- Kreismeisterschaften, der wirtschaftswissenschaftliche IHK-Schulpreis, die mathematischnaturwissenschaftlichen Wettbewerbe „freestyle physics“, „Känguru-Wettbewerb“ und „Mathematikolympiade“, die Wettbewerbe der Bundeszentrale für politische Bildung, das Planspiel Börse und die fremdsprachlichen Wettbewerbe.

Durch die Teilnahme sollen die spezifischen Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Insbesondere soll hierdurch ihr Selbstvertrauen gestärkt und das Kooperations- und Organisationsvermögen geschult werden. Den Schülerinnen und Schülern wird die Möglichkeit zur Selbstdarstellung im positiven Sinne gegeben.

Die Teilnahme an Wettbewerben unterschiedlichster thematischer und methodischer Anlage ermöglicht aber auch eine Einschätzung des Entwicklungsstandes unserer Schülerinnen und Schüler und somit auch der Leistungsfähigkeit unserer Schule. Neben den genannten nationalen Wettbewerben führt die Fachschaft Mathematik einen schuleigenen Wettbewerb zur Förderung mathematisch begabter Jungen und Mädchen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 durch. Hierdurch soll die Freude am Lösen mathematischer Probleme geweckt werden.

Das Konzept hat der Schule schon viele Preise in den unterschiedlichsten Bereichen beschert, z. B. in lokalen Sportwettkämpfen oder in bundesweiten Schülerwettbewerben. Auf der Homepage unserer Schule und in der lokalen Presse wird darüber informiert.

Transparenz

Zu allen Entscheidungen der Eltern, die die Schullaufbahn ihrer Kinder betreffen, veranstalten wir im Vorfeld Infoabende, so z. B. zu Beginn der 5. Klasse zum Thema Lernen lernen und Lions Quest oder im direkten Vorfeld der Wahlen zu den Wahlpflichtfächern.

Am Tag der Offenen Tür haben alle Eltern und Schüler der 4. Grundschulklassen die umfassende Möglichkeit, sich über unsere Schule zu informieren. Die Schulleitung informiert in Vorträgen über die Schule, ihr Profil und ihre Besonderheiten, eine umfassende Informationsbroschüre liegt aus. Dazu gibt es die Möglichkeit, typischen Unterricht unserer Schule zu beobachten, Informationsstände und -veranstaltungen zu besuchen oder sich von unseren Schul-Guides durch die unterschiedlichen Gebäude führen zu lassen.

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 erhalten zur Begrüßung am ersten Schultag eine Informationsbroschüre zu allen wichtigen Einstiegsfragen.

Der aktuelle Terminplan ist auf unserer Homepage einsehbar.

Wir geben Informationen über aktuelle Ereignisse und Erfolge an die Presse weiter, gleichzeitig laden wir Eltern, Verwandte und alle anderen Interessierten regelmäßig zu den vielen im Jahr öffentlich stattfindenden Schulveranstaltungen und Präsentationen ein.

Schnupperkurse

Wie kommt der Löwenzahn auf das Dach? Mit dieser und anderen naturwissenschaftlichen Fragen können sich Schülerinnen und Schüler der Primarstufe in unseren Schnupperkursen beschäftigen. Wir laden Grundschülerinnen und -schüler jedes Jahr ein, unsere MINT-Fächer auf spielerische Weise kennen zu lernen. An einem Vormittag entwickeln sie beispielsweise kreative und abwechslungsreiche Modelle, mit denen sie eindrucksvoll die Verbreitung der Samen durch den Wind demonstrieren können. Die Schirmflieger, die unter anderem durch Styroporkügelchen, Federn, Knete, Pergamentpapier dargestellt werden, werden schließlich dem Realtest unterzogen.

Der Vormittag dient auch dazu, den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglichst reibungslos und angstfrei zu gestalten.

Zeitzeugen

Die Begegnung mit Unterrichtsgegenständen an außerschulischen Lernorten und die Einbindung von Zeitzeugen in unsere Schule und in unseren Unterricht soll die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler und ihre Einsicht in die reale Bedeutung des Gelernten fördern. Seit einigen Jahren besucht uns regelmäßig Eva Weyl und berichtet über ihre von nationalsozialistischer Verfolgung geprägten Kindheit im Durchgangslager Westerbork.

Außerschulische Experten

Schule nach außen zu öffnen heißt auch, außerschulische Experten in die Schule einzuladen. Experten der Polizei beraten beispielsweise Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Suchtprophylaxe, Polizei und ADAC unterstützen Verkehrserziehung und Unfallprävention, auch im Rahmen des „Crash Kurs NRW“, Kinderbuch-Autorinnen und Autoren lesen aus ihren Werken in der 5. Klasse, es gibt eine intensive Zusammenarbeit mit dem „Theater im Fluss“, einer Theaterinitiative aus Kleve.

Beratung

Alle Eltern haben die Gelegenheit, zweimal jährlich im Rahmen des Elternsprechtages und in der wöchentlichen Sprechstunde der Lehrkräfte individuelle Beratungsgespräche bezüglich der Entwicklung ihres Kindes zu führen.

Der Elternsprechtag findet nach dem ersten Quartal jedes Halbjahres statt. Anwesend sind – wenn möglich – beide Klassenlehrer/innen, zu denen die Eltern zunächst gehen. Grundlage des Gesprächs sind unter anderem die zum Quartal eingetragenen Noten und die Rückmeldungen der einzelnen Fachlehrerinnen und Fachlehrer zum Arbeits- und Sozialverhalten.

In der Oberstufe stehen dafür Beratungslehrer zur Verfügung. Darüber hinaus werden den Schülerinnen und Schülern Tutoren als direkte als Ansprechpartner zugeordnet.

Zusätzlich hat jeder Lehrer / jede Lehrerin eine im Stundenplan verankerte Sprechstunde. Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat.

Bei Bedarf stehen auch Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter für Beratungsgespräche zur Verfügung.

Fest im Beratungskonzept der Schule verankert sind darüber hinaus die Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer, die den Schülerinnen und Schülern bei schulischen und privaten Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen und die Sozialpädagogin, die wöchentlich an jeweils einem Tag in der Schule Sprechstunden anbietet.

Flexible Schullaufbahn

In NRW erhalten die Eltern mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 eine Schulformempfehlung (Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Gesamtschule, Sekundarschule).

An der Gesamtschule bleibt die tatsächliche Schullaufbahn lange ergebnisoffen. Die Entscheidung über den Schulabschluss der Sekundarstufe I fällt endgültig erst gegen Ende der Klasse 9. Wir überprüfen die Zuweisungen halbjährlich in den Zeugniskonferenzen. Auf diese Weise bieten wir Möglichkeiten, die andere Schultypen in so übergangsloser und chancenreicher Form nicht haben. Alle Schulabschlüsse der allgemeinbildenden Schulen vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur sind ohne Schulwechsel und ohne Wechsel des Standortes unter einem Dach erreichbar.

Unser Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler zu dem höchstmöglichen Abschluss zu führen.

An erster Stelle stehen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern mit ihrer Beratungskompetenz zur Seite. Neben den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern beraten auch die Abteilungsleitungen und die Beratungslehrerinnen und -lehrer. Die Laufbahnberatung ergibt sich – neben vielfältiger Beratung im Schulalltag – einerseits aus den vierteljährlichen Laufbahnkonferenzen und andererseits aus den zweimal jährlich stattfindenden Elternsprechtagen. Alle Lehrerinnen und Lehrer haben eine im Stundenplan verankerte Sprechstunde. Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat.

Allgemeine Informationen über die Schullaufbahn werden in den Klassenpflegschaften der jeweiligen Jahrgänge gegeben. Ab der Jahrgangsstufe 9 werden Eltern und Schülerinnen und Schüler durch eine Prognose über den zu erwartenden Schulabschluss in Kenntnis gesetzt.

Differenzierung

Der Unterricht in den Jahrgängen 5 und 6 wird im Klassenverband erteilt. Ab dem 7. Jahrgang gibt es eine Fachleistungsdifferenzierung in Grund- und Erweiterungsebenen – zunächst in den Fächern Englisch und Mathe, ab dem 8. Jahrgang im Fach Deutsch, schließlich ab dem 9. Jahrgang im Fach Chemie.

Diese Differenzierung erfolgt aus verschiedenen Gründen: das Lernvermögen und das Lerntempo der Kinder sind unterschiedlich, die Ausdauer der Kinder ist – je nach Fach – unterschiedlich und die Bereitschaft, zusätzliche Lernangebote wahrzunehmen ist verschieden und von den Interessen des einzelnen Kindes abhängig. Der Unterricht auf verschiedenen Niveaus soll der Unter- bzw. Überforderung der Kinder entgegenwirken. Außerdem werden die Kinder in etwas kleineren Gruppen unterrichtet.

Um den Bildungsgang der Schülerinnen und Schüler möglichst lange offen zu halten, ist zu Beginn eines neuen Schuljahres auf Beschluss der Zeugniskonferenz ein Wechsel zwischen diesen Kursen möglich. Bei verändertem Leistungsverhalten können Schülerinnen und Schüler innerhalb dieser Kurse sowohl auf- als auch abgestuft werden.

Wahlpflichtfächer

Die Wahlpflichtdifferenzierung (WP) ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtschule. Hier werden unterschiedliche Begabungen, Neigungen und Leistungen der Schülerinnen und Schüler durch unterschiedliche Wahlangebote gefördert. Vor der Wahl werden Eltern und Schülerinnen und Schüler in speziellen Veranstaltungen umfassend informiert und in Gesprächen mit den Klassenlehrer-Teams beraten.

In der Jahrgangsstufe 6 beginnt der Wahlpflichtbereich mit zusätzlichen 3 Stunden in der Woche. Zur Wahl stehen eine zweite Fremdsprache (Französisch, Spanisch oder Latein), Darstellen und Gestalten, Arbeitslehre (Technik und Hauswirtschaft) und Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik).

In der Jahrgangsstufe 8 geht es weiter mit der Berufsbezogenen Förderung bzw. den Neigungskursen. Hier stehen zur Wahl Niederländisch als zweite oder dritte Fremdsprache, Informatik, Darstellen und Gestalten, Computer und Büro, Handwerk und Gartenbau oder das Wahlpflichtfach Sport.

Förderkonzept

Individuelle Förderung, die Ausschöpfung der Potenziale aller Schülerinnen und Schüler, will den individuellen Lern- und Bildungserfolg für alle Lernenden sichern. Das setzt voraus, dass Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Schwerpunkten eine Förderung erhalten. Dazu werden Lernangebote angesichts der individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gemacht.

Individuelle Förderung Deutsch

Im Rahmen der individuellen Förderung im Fach Deutsch werden alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert und gefordert. Im Zentrum des Förderkonzeptes stehen dabei die Förderkurse, die in drei verschiedenen Varianten angeboten werden:
Erstens als Förderkurs für Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Aufgrund der besonders kleinen Kursgrößen ist hier eine sehr individuelle und intensive Betreuung möglich.
Zweitens als Förderkurs für Schülerinnen und Schüler, die hauptsächlich Probleme im Bereich der Rechtschreibung haben. Hier liegt der Schwerpunkt des Förderunterrichts auf der systematischen Vermittlung von Rechtschreibregeln.
Drittens als Förderkurs für Schülerinnen und Schüler mit allgemeinen Lernrückständen im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch. Hier geht es in erster Linie um den Ausbau der verschiedenen Bereiche der Sprachkompetenz, einzelne Inhalte können sich aber auch unterstützend an aktuelle Themen aus dem Deutschunterricht anlehnen.

Je nach Bedarf erfolgt die Zuweisung zu den Deutsch-Förderkursen – auf Vorschlag der Fachlehrer und auf Grundlage der verschiedenen mündlichen und schriftlichen Leistungen – schon auf der ersten Laufbahnkonferenz, die im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 stattfindet. In manchen Fällen wird auch erst später zugewiesen, beispielsweise wenn eine Schülerin bzw. ein Schüler vorher Förderkurse in anderen Fächern besuchen soll. Ziel des Förderunterrichts ist es, das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler durch konsequente individuelle Förderung möglichst schnell anzugleichen.

Individuelle Förderung erfolgt im Fach Deutsch jedoch auch über den Förderunterricht hinaus. So durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 jedes Jahr ein Online-Diagnoseverfahren, in dem die verschiedenen Kompetenzbereiche des Faches Deutsch überprüft werden. Auf Grundlage der Ergebnisse dieses Verfahrens wird anschließend für alle Schülerinnen und Schüler eine individuelle Fördermappe erstellt, deren Aufgaben genau an die jeweiligen Stärken und Schwächen angepasst sind und deren Bearbeitung entweder in den Förderkursen oder eigenständig in den Arbeitsstunden oder zu Hause erfolgt.
Außerdem wird für Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten im Bereich Lesen haben, eine Lese-AG angeboten. Betreut von Fachkollegen helfen hier Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern dabei, ihre Lesekompetenz zu erweitern.

Individuelle Förderung Mathematik

Zu Beginn des Schuljahres wird eine Online-Diagnose durchgeführt. Daraus resultieren individuelle Fördermappen, die im Förderunterricht im 2. Halbjahr genutzt werden kann. Am Ende der 5. Klasse können wir eine abschließende Diagnose stellen.

In den Klassenstufen 5, 6 und 7 können Kinder dem Förderunterricht Mathematik zugewiesen werden. Angeboten werden Kurse zur Forderung lernstarker und zur Förderung lernschwacher Kinder.

In den Kursen für die lernschwachen Kinder (M-) werden die Grundtechniken der Mathematik eingeübt. Dazu zählen u. a. die vier Grundrechenarten, Maße und Gewichte, Längen und später auch Flächeneinheiten. Dieser Kurs soll es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, mangelnde Kompetenzen aufzuarbeiten und somit erfolgreich im Mathematikunterricht mitzuarbeiten.

Die Kurse für lernstarke Kinder (M+) vertiefen den üblichen Unterrichtsstoff auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Themen, die im Mathematikunterricht aus Zeitgründen kaum behandelt werden können, wie zum Beispiel andere Zahlensysteme oder Grundlagen der Logik, können dort (auch spielerisch) ihren Platz finden.

Der Förderunterricht soll in der Regel nicht unterrichtsbegleitend durchgeführt werden. Da die Schülerinnen und Schüler eines Kurses meist aus verschiedenen Klassen kommen, ist ein unterschiedlicher Unterrichtsfortgang natürlich. Zu Beginn des Förderunterrichts werden daher zunächst allgemeine Themen behandelt, später dann können Themen z. B. aus dem vergangenen Halbjahr bearbeitet werden.

Individuelle Förderung Englisch

Das Förderkonzept für das Fach Englisch orientiert sich an der Devise “Fördern & Fordern”. Um Schülerinnen und Schülern mit Lernrückständen gezielt helfen zu können, gibt es in den Jahrgangsstufen 5 und 6 Förderkurse auf niedrigem und mittlerem Niveau, während Leistungsstärkere in eigenen Förderkursen zusätzlich gefordert und motiviert werden. In der Jahrgangsstufe 7 reduziert sich der Umfang der bis dahin zweistündigen Förderkurse auf eine Wochenstunde, bevor sie zum Ende der Jahrgangsstufe 7 ganz auslaufen. Hier werden auch nur noch lernschwache Schülerinnen und Schüler gefördert.

Je nach Bedarf erfolgt die Zuweisung zu den Englisch-Förderkursen – auf Vorschlag der Fachlehrer – schon auf der ersten Laufbahnkonferenz, die im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 stattfindet. In manchen Fällen wird auch erst später zugewiesen, beispielsweise wenn eine Schülerin bzw. ein Schüler vorher Förderkurse in anderen Fächern besuchen soll.

Methodisch setzen die Englisch-Förderkurse auf eine gesunde Mischung aus schriftlichen, mündlichen und spielerischen Arbeitsformen. Dabei steht die Stärkung der Grundfertigkeiten Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben im Vordergrund. Bei den leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler spielen offene und projektorientierte Unterrichtsformen eine größere Rolle, während die Lernrückstände der Schwächeren stärker strukturierte und gelenkte Unterrichtsformen erforderlich machen.

Inhaltlich lehnen sich die Förderkurse für die Schwächeren weitgehend an den regulären Englischunterricht an. Anders als dieser bietet der Förderunterricht allerdings die Gelegenheit, abseits vom üblichen Notenstress in kleineren Gruppen gezielt fremdsprachliche Defizite aufzuarbeiten. Erwartungsgemäß bieten die Kurse für die Leistungsstärkeren mehr Freiräume für lehrwerksunabhängige Themen, zumal die Schülerinnen und Schüler hier auch auf die Anforderungen des bilingualen Fachunterrichtes vorbereitet werden sollen. Dieser wird ab der 7. Klasse in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Politik für interessierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler angeboten. Für das nötige Maß an Verbindlichkeit sorgt in allen Förderkursen eine vierstufige Bewertung der Mitarbeit, die im Feld “Bemerkungen” auf dem Zeugnis erscheint.

Begabtenförderung

Im Rahmen der Fachleistungsdifferenzierung und der verschiedenen Wahlpflichtfächer können Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte für ihre Schullaufbahn setzen. Hierdurch ermöglichen wir besonders begabten Schülerinnen und Schülern, ihren Interessen nachzugehen und ihre Begabungen weiter auszubauen. So können z. B. sprachlich begabte Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I bis zu drei Fremdsprachen lernen und darüber hinaus am bilingualen Unterricht in den Gesellschaftswissenschaften teilnehmen. Auch im Rahmen von verschiedenen AG’s und Projekten fördern wir besondere Begabungen, z. B. können sich naturwissenschaftlich Begeisterte am Freestyle Physics-Projekt beteiligen.

Wir befürworten und unterstützen es, wenn hochbegabte Schülerinnen und Schüler Klassen überspringen. Darüber hinaus bieten wir bei Begabungen in einzelnen Bereichen auch die Teilnahme am sogenannten „Drehtür-Modell“ an, bei dem Schülerinnen und Schüler nur in einzelnen Fächern am Unterricht höherer Jahrgangsstufen teilnehmen.

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