Eiserner Mann

Name: Der (Neue) Eiserne Mann

Ort: Eiserner Mann, 47533 Kleve

Entstehungsjahr: 1653

Die 1653 entstandene Statue des Eisernen Mannes, eine ritterliche Darstellung des Prinzen Johan Moritz von Nassau-Siegen, wurde 1795 von Napoleonischen Truppen zerstört. Ein Wiederaufbau der aus den barocken Gartenanlagen entnommenen Statue konnte erst 2004 realisiert werden. Die Darstellung des ritterlichen Helden hat sich über die Jahrhunderte gravierend verändert.

Der Eiserne Mann oder Der Neue Eiserne Mann, wie er heute heißt, ist ein Denkmal für den ehemaligen preußischen Statthalter von Kleve, Prinz Johan Moritz von Nassau-Siegen. Heute besteht die Statue aus einem Betonfundament, auf dem eine gusseiserne Säule steht, auf der eine goldene Kugel thront. Die Figur, die auf der Kugel steht, stellt einen Mann in moderner Kleidung dar. Er trägt ein weißes Hemd und eine schwarze Hose. Das Schwert, welches die Statue in der Hand hält, soll ihn mit der Marsfigur des Johan Moritz verbinden und aus der Gegenwart entrücken. Die Statue stellt einen Krieger dar, der sich wider Willens und zufällig mit einem Schwert bewaffnet. Der Wiederaufbau ist ein Geschenk der Bürgerschaft von Kleve und eine Zeichensetzung des Hauses Koekkoek und dem Museum Kurhaus und soll die Denkmalpflege der Stadt Kleve unterstützen.

Der am 18. Juni 2004 wiedererrichtete Neue Eiserne Mann ist von dem Bildhauer Stephan Balkenhol erstellt worden und steht an der gleichen Stelle wie die alte Statue des Eisernen Mannes, die 1653 im Amphitheater in den von dem Prinzen angelegten Gärten von Kleve, errichtet wurde.

Der Eiserne Mann war neben der Figur der Minerva die größte Attraktion in der barocken Gartenanlage, die der Prinz nach dem 80-jährigem Krieg schuf und für jeden Bürger zugänglich machte. Die ehemalige Statue stellte einen Ritter in einer Panzerrüstung, mit langem Schwert, altdeutschem Streitkolben und großen Sporen dar. Dieser stand auf einer Feldschlange (Kanonenrohr), welche auf fünf Kugeln lagerte. Die Zeitzeugin Ann Radcliffe beschreibt, dass der Ritter das Geschehen ringsherum mit seinen Augen zu beobachten schien und dass die äußerst vollkommene Statue eine erstaunliche und unbeschreibliche Wirkung ausstrahlte. Insgesamt besaß das gesamte Bildnis eine Höhe von circa zehn Metern. Der Eiserne Mann wurde sowohl zu Ehren des Statthalters als auch des Kriegsgottes Mars errichtet, welcher zum Schutzpatron der Klever Gärten ernannt wurde

Prinz Johan Moritz Fürst von Nassau-Siegen, Sohn der Grafen Johan der VII. von Nassau-Dillenburg, den das Denkmal darstellte, entstammten dem Nassauer Fürstengeschlecht, aus dem das Haus Oranien, das jetzige Königshaus der Niederlande, hervorging. Geboren wurde der Prinz und Fürst am 17. oder 18. März 1604 in Dillenburg. Gestorben ist er 75 Jahre später, am 20. Dezember 1679 in Bedburg-Hau.

Der Prinz wurde 1649 zum Statthalter von Kleve und der Mark ernannt. Die Bau-, Gärten-, und Landschaftsgestaltung waren seine Leidenschaft und sein besonderes Steckenpferd. Als Statthalter widmete er sich der Modernisierung und Erweiterung der statthalterlichen Residenz in Kleve und dem Ausbau der Klever Gartenanlage, welche später zu einer Art „Prototyp“ der barocken Gartenanlagen und Vorbild für große Machthaber und Fürsten wurde. Die erste Statue des Eisernen Mannes wurde 1795 durch Napoleonische Truppen zerstört. Obwohl die Klever Gartenanlage in den Jahrhunderten viele Touristen nach Kleve lockte, wurde das Denkmal des Erbauers erst im Jahr 2004 in neuer Form aufgebaut.

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